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Über uns

Es ist unmöglich über HAJA und darüber wie alles begann zu sprechen, ohne dabei von der Geschichte der beiden Gründer Nádia Barbazza und Pedro Rocha Junior zu berichten - Eine Liebesgeschichte, die ihren Anfang vor über 20 Jahren nahm.

Nádia ist Schweizerin italienischer Abstammung und trug immer schon den starken Wunsch in sich, die Welt zu verändern und ihre Spuren zu hinterlassen. Mit Anfang zwanzig beginnt sie im öffentlichen Gesundheitssektor der Schweiz zu arbeiten, fühlt aber schon bald, dass sie wirklich auch denjenigen Menschen helfen möchte, die sie am meisten brauchten. Deshalb beteiligt sie sich kurz darauf an der Arbeit einer bekannten NGO, um das zu machen, was ihr wirklich Freude bereitet: Die Arbeit in der öffentlichen Gesundheit und die Förderung von Menschen aus sozial schwierigen Verhältnissen.

Währenddessen arbeitet Pedro, ein echter „Carioca“ aus der Stadt Rio, an der Börse und kommt an einen Punkt, an dem er sich ganz anderen eher menschlichen Fragen stellt. Um dem Leben einen Sinn zu geben, entschließt er sich Menschen zu helfen – am besten gleich in Afrika.

Durch dieselbe NGO, in welcher auch Nádia tätig wurde, erfährt Pedro von einer angebotenen Stelle auf dem „Morro do Borel“ (in etwa „Hügel von Borel“), einer Favela Rios, die zur damaligen Zeit zu den gefährlichsten Armenvierteln Lateinamerikas zählt. Als einziger Neuankömmling und mit weichen Knien beginnt er seinen ersten Arbeitstag, an dem er hauptsächlich Verbände anlegt. In verschiedenen Situationen mit unglaublich prekären Ausmaßen wird Pedro bewusst, dass seine Berufung nicht in einem anderen Kontinent zu suchen ist, sondern direkt bei ihm vor Ort in seiner Geburtsstadt.

Bald darauf wird Nádia gebeten an besagtem Morro do Borel das Projekt zu unterstützen, um genau wie Pedro auch Verbände anzulegen.

Ohne das Team und die für sie neue Sprache zu kennen, findet sich Nádia in einer völlig anderen Welt wieder, die, von der Politik im Stich gelassen, verwahrlost und extrem gewaltsam ist. An diesem Tag trifft sie Pedro, der immer noch gern an diesen Moment und ersten Augenblick zurückdenkt und dabei von Nádias Sensibilität und Ausstrahlung schwärmt.

Nádia aber kehrt - erschüttert von den Erlebnissen und mit gemischten Gefühlen - in die Schweiz zurück und schwört sich nie mehr nach Brasilien zurückzukehren, um die erlebten Situationen sozialer Verwundbarkeit und Armut nicht noch einmal mitansehen zu müssen. Gleichzeitig weiß sie aber, dass sie genau dahin zurückmusste, wo sie am meisten gebraucht würde, wenn sie einen Unterschied machen wollte. Dazu kommt natürlich, dass „Pedro do Borel“, wie er inzwischen aufgrund seiner Kontaktfreudigkeit in der Gemeinschaft genannt wird, noch immer an jenem Morro do Borel zugegen ist und das Projekt weiter voranbringt.

Letztendlich findet Nádia den Mut und entscheidet sich für eine Zeit nach Brasilien zurückzukehren, um gemeinsam mit Pedro am Bau und der Koordination der ersten medizinischen Ambulanz mitzuwirken. Was anfänglich wie eine vorübergehende Tätigkeit aussieht, wird jedoch das neue Zuhause der Beiden.

Dort direkt auf dem „Morro“ oder Hügel, wo sie neue Freundschaften und familiäre Bindungen knüpfen, beginnen Nádia und Pedro ihr gemeinsames neues Leben, ihre Heimat – die auch die neue Heimat vieler Kinder vom Morro do Borel werden soll.

Unter den verschiedensten Erfahrungen, wie das Arbeiten in anderen Ländern sowie eingenommene Führungspositionen innerhalb der NGO, ragt besonders eine heraus, welche die Wahrnehmung des Paares von Grund auf ändern würde: Im Jahr 2007 werden sie in die ägyptische Hauptstadt Kairo eingeladen. Sie sollen ein Projekt aufbauen, bei dem sie vernachlässigten und auf der Straße lebenden Kindern helfen – eine Problematik, die durch das Adoptionsverbot nur schwer zu lösen ist.

In Kairo entwickeln sie ihre Arbeitsmethodik weiter: Sie verstehen, dass nicht nur die gemeinschaftliche Entwicklung als wichtiges Werkzeug gesehen muss, sondern auch die Beseitigung verschiedenster Beschränkungen, welche die Alternativen und potenziellen Chancen von Menschen aus extremer Armut behinderten.

Das neue Ziel würde demnach sein, die Betroffenen Personen so zu unterstützen, dass sie in Zukunft selbstständig und ohne Hilfe Dritter, wie die der NGO, als eigene Protagonisten in Erscheinung treten, um ihr Leben zu verändern.

Als Nádia und Pedro nach Brasilien zurückkommen versuchen sie eben diesen neuen Arbeitsansatz in die Praxis umzusetzen. Auf einem Vortrag hört Nádia von der damaligen Mülldeponie „Jardim Gramacho“ und lernt so das dortige Armenviertel „Quatro Rodas“ kennen. Ohne im Vorhinein irgendwelche Gedanken an weitere Projekte zu haben, lernt sie zwei werdende Mütter kennen, zu denen Nádia nicht zuletzt wegen ihrer über zwanzigjährigen sozialen Tätigkeit eine besondere Bindung aufbaut – und damit auch zur Siedlung Quatro Rodas, aus der die beiden Frauen stammen.

Dort, sagt sie zu Pedro, liege der Ort, an dem sie, beide nun fast fünfzigjährig, ihren neuen Ansatz verwirklichen sollten, der den Menschen vor Ort helfen würde, ihr Leben nachhaltig zu verändern. Und so beginnt eine neue Etappe ihres Projekts und Lebenswerks - mit der Gründung unserer geliebten Organisation HAJA.
 

Unser Einsatz

Wir kämpfen gegen die extreme Armut und Ungerechtigkeit gegen Kinder und ihre Familien in Rio de Janeiro sowie in Aegypten, mit dem Ziel, auch andere Länder zu erreichen.

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Unsere Vision

Eine NGO zu sein, die weltweit für die positiven sozialen Auswirkungen ihrer Projekte gemeindebasierter Kinderentwicklung anerkannt ist.

Unser Einsatz

Wir kämpfen gegen die extreme Armut und Ungerechtigkeit gegen Kinder und ihre Familien in Rio de Janeiro sowie in Aegypten, mit dem Ziel, auch andere Länder zu erreichen.

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"Die Wohltätigkeit ist der einzige Schatz, der durch das Teilen zunimmt."

Cesare Cantú

Our Mission

Wir brauchen ihre Hilfe heute

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